Eine "Suchmaschinenanmeldung", auch oft "Suchmaschineneintragung" genannt, funktioniert heutzutage anders als das sich die viele Homepage-Betreiber immer noch vorstellen.
Leider fallen immer noch Internet-Nutzer auf unseriöse Anbieter herein.
Diese versprechen ihnen eine Anmeldung ihrer Website in etliche, gar hunderte Suchmaschinen: "Kostenlos", gegen Überlassung persönlicher Daten oder schlimmer noch für Geld.
Ende der neunziger Jahre, als das Internet immer noch jung war, die Stimmung noch euphorisch und der Suchmaschinen-Markt noch bevölkert - das war die Blütezeit der Suchmaschinenanmeldung.
Damals gab es Suchmaschinen wie
und einige andere. Um von solchen Suchmaschinen der ersten Generation gefunden zu werden, sollte sich der Webmaster bei ihnen anmelden.
Darauf folgten Suchmaschinen, Fireball war eine der ersten, die das Web allein durchsuchten nach neuen Seiten.
Die Suche geschah nun über sog.
Die Anmeldung war aber noch nicht ganz vom Tisch. Dann kam Google. Google veränderte die Situation nachhaltig. Google suchte sich nicht nur die Neuzugänge selbst, indem es bestehenden Links folgte, Google beurteilte die neu "gespiderten" also von der Software automatisch aufgesuchten und in den Index aufgenommenen Seiten nach der Zahl und Qualität der eingehenden Links.
Nun konnte der Spider eine Website "eintragen" oder ein Link eine "anmelden".
Eine Suchmaschinenanmeldung im herkömmlichen Sinne wurde zum Beiwerk, später komplett unnötig.
Der Wunsch vieler Webmaster Homepages oder Webseiten anmelden zu wollen führte jedoch zu einer Neuentwicklung bei Google: Google Sitemaps, inzwischen Teil der Webmaster-Tools.
Sitemaps waren schon zuvor auf Websites gang und gäbe. Der Unterschied war, dass Google einen XML-basierten Sitemaps-Standard erschuf den Spider automatisch auswerten konnten.
Mit Hilfe von Google Sitemaps war es nun auch möglich ganz neue und noch nicht ausreichend verlinkte Webseiten Google zu melden.
Seit dem 16. November 2006 ist der Sitemaps-Standard von allen drei in Deutschland relevanten Suchmaschinen also
anerkannt worden. Nun macht es also wieder Sinn seine Seiten bei den Suchmaschinen automatisch anmelden zu lassen über eine XML-Sitemap. Wenige Tage zuvor ermöglichte Google in seinem Dienst Google Maps (inzwischen Google Places) zudem eine Art kostenlose Branchenbuch-Anmeldung. Auch diese ist vorteilhaft und sollte in Anspruch genommen werden, denn damit wird eine Website bei lokalen Suchergebnissen gefunden werden.
Für Google begann nach seiner Einführung nun ein Beispielloser Siegeszug, zurecht, denn längst waren die Suchergebnisse der Konkurrenten ein unübersichtlicher Haufen großteils irrelevanter Seiten.
Google machte es aber möglich die Autorität einer Website anhand der Zahl und Wertigkeit eingehender Links zu bewerten.
Wen die NASA verlinkt, oder auf wessen Seite 15000 Links führen wertete Google auf, wohingegen nirgendwo verlinkte Seiten auch nicht oben bei den Suchergebnisse erschienen.

Besonders in Deutschland eroberte Google einen überwältigenden Marktanteil von über 90%, denn AOL und T-Online beziehen ihre Ergebnisse ebenfalls von Google. Die beiden verbleibenden Konkurrenten, Yahoo und Bing (ehemals MSN), die heute rechnerisch auf dem Markt überhaupt noch zählen, folgten dem Beispiel Googles recht schnell und stiegen auf die Spider-basierte Aufnahme von neuen Websites um.
Eine Suchmaschinenanmeldung war auch bei den anderen Suchmaschinen immer noch möglich, aber reine Staffage.
Auch Sie schicken automatische Programme los, eben Bots, Crawler oder Spider die selbsttätig das Internet durchpflügen. Sie hangeln sich dabei ebenso an den Verknüpfungen entlang und eine Anmeldung ist bei sachgemäßer nicht erforderlich.
Zusammen haben Google, Yahoo und Bing im deutsch sprachigen Raum ca. 95% des Marktes unter Kontrolle.
Es ist also einleuchtend warum es sich nicht lohnt bei 1000 oder mehr Suchmaschinen anzumelden.
Wozu dann Sitemaps könnte die Frage lauten?
XML-Sitemaps sind nützlich um die Indizierung bei Suchmaschinen zu beschleunigen und möglichst allumfassend zu machen.
Denn ein Spider taucht nur in eine bestimmte Tiefe einer Site hinein, abhängig von der Stärke der Verlinkung. Zudem besucht ein Spider je nach Webseite diese unterschiedlich oft, was wiederum von ein Paar Faktoren abhängt auf die der Website-Betreiber nur bedingt Einfluss hat. XML-Sitemaps schließen diese Lücke. Es lässt sich vorgeben wie oft welche Seiten gespidert und indiziert werden sollen.
Doch noch heute ist eine große Zahl der Internet-Nutzer überzeugt eine Suchmaschinenanmeldung oder Eintragung in Tausende Suchmaschinen wäre nötig oder hilfreich um gefunden zu werden.
Diese allgemeine Unwissenheit und der Mangel an Verständnis der Funktionsweise von Suchmaschinen sowie des deutschen Suchmaschinen-Marktes machen viele Menschen nach wie vor empfänglich für zwielichtige Dienste die eine Suchmaschinen-Anmeldung oder Eintragung anbieten.
Da ist manchmal von 1000 Suchmaschinen die Rede und andernorts gar von Hundert Tausenden, aber wie oben erwähnt, in Deutschland brauchen Sie nur 3 davon und Sie kommen ganz von selbst auf Ihre Website.
Wenn eine solche Suchmaschinenanmeldung in 1000 Suchmaschinen kostenpflichtig ist, können Sie sich das Geld getrost sparen, Gratis-Suchmaschinenanmeldung ist zudem in solchen Fällen nicht kostenlos bzw. folgenlos.
Gratis vielleicht aber die Kosten werden Sie lange nicht los. Oft wird Ihre Adresse verkauft und Sie werden mit unerwünschter Werbung zugeschüttet. Die negativen Auswirkungen sind aber noch gravierender auf Ihre Suchmaschinen-Position:
Eine automatische Suchmaschinenanmeldung verstößt meist gegen die Richtlinien der Suchmaschinen-Anbieter.
Sie laufen Gefahr selbst als Spammer wahrgenommen zu werden. Verwechseln Sie zudem nicht Webkataloge und Social Bookmarking-Dienste mit Suchmaschinen. Bei diesen müssen Sie noch ganz anderer Dinge beachten.
Eine XML-Sitemap für Ihre Website und/oder Verlinkung Ihrer Seite ist unerlässlich um die Seite von Google, Yahoo und Bing indizieren zu lassen.
Wenn Sie bei beliebten Suchbegriffen gefunden werden wollen, kommen Sie zusätzlich um eine Suchmaschinenoptimierung (also Website-Optimierung für Suchmaschinen) mit einem organischen Linkaufbau nicht umhin.
Organisch meint bei Verlinkung echte, themenrelevante Links auf möglichst "starken" Websites. Keine Werbung, keinen reinen Linktausch, am besten Verknüpfungen wie sie das Internet seit 199x schon kennt, mitten im Text.
Eine XML-Sitemap können Sie mit einer Vielzahl von Generatoren mehr oder weniger gut selbst erledigen. Das ist aber erst der Anfang. XML-Sitemaps geben Google und Co. nur Bescheid, dass eine neue Seite da ist. nun gilt es die Relevanz der Inhalte zu vermitteln. Dazu dient SEO.
Fazit: Suchmaschinenoptimierung ist die beste Suchmaschinenanmeldung.